Die Vize-Weltmeister mit ihrer schwimmenden Startplattform und neu einer Sprungschanze
Show Ski All Stars – Wenn Akrobatik auf Wasser trifft
Pyramiden aus Menschen auf Wasserskiern, spektakuläre Sprünge, Hebefiguren und Comedy auf dem Wasser – was klingt wie eine Mischung aus Zirkus und Extremsport, ist die Leidenschaft der Show Ski All Stars. Der Deutsche Show Ski Bund e.V. vereint Deutschlands beste Wasserski-Show-Läufer und hat 2022 bei der Weltmeisterschaft in Florida Geschichte geschrieben: Vizeweltmeister! Für ihren Sport und ihre öffentlichen Auftritte ist eine stabile Startplattform essentiell – und hier kommt Ufloat ins Spiel.
Christian Bockweg, 1. Vorsitzender des Deutschen Show Ski Bunds e.V., gibt Einblicke in den Show-Ski-Sport und die Herausforderungen der Startplattform.
Die Kunst des Show Ski
Show Ski ist eine Unterdisziplin des Wasserskifahrens, bei der es nicht nur um sportliche Höchstleistungen geht, sondern auch um Entertainment. „Am Ende geht’s darum, eine Unterhaltungsshow zu fahren und dann natürlich auch irgendwie athletisch, soweit es geht, ein bisschen was zu reißen.“
Das Besondere am Show Ski: Es ist Teamsport auf dem Wasser. Während klassisches Wasserskifahren oft elitärer Einzelsport ist, öffnet Show Ski den Zugang zu einer breiteren Gruppe von Sportlern. „Durch den Teamcharakter gibt es mehr Leuten den Zugang zum Wasserskien“, so Christian. Das Team tritt auf zwei Ebenen an: bei öffentlichen Shows und bei Wettkämpfen in den Disziplinen Freestyle Jump, Doubles (Hebefiguren) und Swivel Ski (Damenballett auf dem Wasser).
Die Herausforderung: Eine Startplattform für Extrembelastung
Normalerweise starten Wasserskifahrer schwimmend aus dem Wasser heraus. „Aber wenn du mit so vielen Leuten startest oder Pyramiden machst oder die Männer die Mädels auf den Schultern sitzen haben, dann sitzt du immer an der Kante irgendwo und dann fährt das Boot ins Seil und du startest direkt los“, erklärt Christian.
Die Anforderungen an eine Show-Ski-Startplattform sind extrem: „Wir setzen bis zu 12 Personen auf eine Kante mit den Füßen ins Wasser hängend.“ Die Rechnung ist simpel, aber beeindruckend: Sechs Männer à 80-90 kg plus sechs Athletinnen à 50 kg bedeuten etwa 900 kg konzentriert auf einer Seite der Plattform. „Dadurch brauchst du unheimlich viel Auftrieb auf einer Seite, weil du sonst total absacken würdest.“
Eine weitere Besonderheit: Das Team trainiert auf dem Main bei Miltenberg. „Wir lassen die Startplattform am Wochenende ins Wasser und fahren dann damit auf die Wasserskistrecke“, erzählt Chris. Die Plattform muss also als Boot zugelassen sein und mit Außenbordmotor zur Trainingsstrecke navigieren können, da Wasserskifahren nur in bestimmten Bereichen des Flusses erlaubt ist.
Von der Idee zur perfekten Lösung
Der Weg zur idealen Startplattform war nicht immer einfach. Nach der Gründung des Vereins 2022 als Trägerverein der Nationalmannschaft startete das Team mit sehr wenig Equipment. „Wir haben erstmal so ein Schrott-Dock gekauft für ganz kleines Geld. Das hat aber nie so richtig gut funktioniert. Das hatte einfach zu wenig Tragfähigkeit und die Bordwand war zu hoch.“
2025 ergab sich dann der Kontakt zu Frank von Ufloat – und die Lösung nahm Form an. Das Team entschied sich für das neue Ufloat System mit Aluminium-Konstruktion. Die Besonderheit: ein Trimaran-Design mit drei Schwimmkörperreihen. „Zwei feste außen und eine, die wir bei Bedarf noch mal auf der Innenseite ganz nah ran machen können“, erklärt Chris. So sitzt der dritte Schwimmkörper nicht zentral, sondern seitlich – für maximalen Auftrieb auf der Seite, wo das Team startet.
Aufbau
Unkompliziert und durchdacht
Die Lieferung verlief reibungslos: „Lieferung war top, kam LKW, hat es einfach abgeladen.“ Der Aufbau erwies sich als selbsterklärend. „Kannst du das mit zwei Personen an einem Tag aufbauen“, bestätigt Chris. „Alleine ist es dann doch ein bisschen blöd, aber das ist schon machbar.“
Besonders beeindruckt war das Team vom mitgelieferten Equipment. „Wir hatten mehr Werkzeug als wir brauchten, weil tatsächlich alles beiliegt, was man braucht, um es zu montieren.“ Die benötigten Werkzeuge sind Standard – Metallbohrer, Ratschen und Nüsse – aber Frank legt alles bei. „Auch alle Schrauben, alles gut abgezählt. Passt einfach.“
Die Lieferzeit betrug etwa eine Woche. „Ich denke mal, wenn er produziert hat, ist es in der Woche geliefert“, so Chris.
Chris lobt besonders die Beratung durch Frank: „Er hat uns auch gut geholfen, was das Thema Design angeht und Auftrieb berechnen und überlegen, welches jetzt das passende Produkt ist.“
Frank sei nicht nur Lieferant, sondern echter Partner: „Er ist ein guter Berater und denkt da auch wirklich gut mit. Er denkt sich in die Problemstellung rein und überlegt dann, was ist das beste Produkt, das er liefern kann.“
Technische Details
Abmessungen: 2,40 x 6 Meter
Aufbau: Trimaran mit drei Schwimmkörperreihen (zwei fest, eine flexibel positionierbar)
System: Ufloat System (Aluminium-Rahmen-Konstruktion)
Besonderheit: Außenbordmotor für Navigation, als Boot zugelassen
Verkleidung: Holzbeplankung mit Teppich für sicheres Anlegen
Belastbarkeit: Bis zu 900 kg einseitige Belastung
Mobilität: Auf speziellem Trailer transportierbar und slippbar wie ein Boot
Das Team hat die Plattform speziell für seine Bedürfnisse modifiziert. „Wir haben das so modifiziert, dass man es gut auch trailern und ziehen kann. Da ist vorne noch mal ein zusätzlicher Haken in die Mitte gekommen.“
Besonders wichtig war die Verkleidung: „Wir haben einfach eine Holzbeplankung drum gemacht und den Teppich auch drum gezogen, damit du halt mit dem Boot gut dran anlegen kannst.“ Ohne diese Schutzschicht wären die offenen Metallprofile gefährlich. „Wenn die Leute mit Wasserskiern angefahren kommen und wollen da anlanden, würden die sich vielleicht verletzen“, erklärt Chris.
Die Vision: Show Ski für alle
Der Verein verfolgt eine klare Mission: Show Ski in Deutschland bekannter machen und den Sport von der Basis her aufbauen. „Wir wollen gerne Jugendliche ranführen, mit dem Ziel, da vielleicht wieder sehr gute Sportler rauszuziehen auch für die Nationalmannschaft“, erklärt Chris.
In Miltenberg findet von April bis Oktober jeden Samstag Jugendtraining statt. Das Team schafft den Spagat zwischen Nachwuchsförderung und Spitzensport – auch dank professioneller Läufer im Verein, darunter ehemalige Mitglieder der einzigen professionellen Wassershow Europas im Holiday Park Hassloch, die nach Corona leider geschlossen wurde.
„Wir haben richtig gute Läufer und dadurch können wir von Anfang an eigentlich auch gute Shows fahren“, sagt Chris nicht ohne Stolz.
Die Show Ski All Stars erhalten keinerlei staatliche Förderung. „Unser Sport und unsere Projekte sind 100% eigenfinanziert durch die aktiven Sportler“, betont Chris. Showeinnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der Sportförderung.
Das Team kann für Events gebucht werden – von Festbetreibern, Eventagenturen oder direkt von Städten. „Shows hier in Deutschland, aber auch internationale Shows. Ganz unterschiedlich“, erklärt Chris. Zu ihren Referenzen zählen Auftritte beim Heidelberger „Sommer am Fluss“, beim Miltenberger Mainfest und sogar beim International Waterski Festival in Aqaba, Jordanien.
„Da ist natürlich Frank eine riesen Stütze gewesen“, sagt Chris dankbar. „Es ist ein großer Kostenblock, so ein Dock zu kaufen. Und das ist eben essentiell, dass wir so eine Startplattform haben.“
Mehr als nur eine Plattform
Die Startplattform ist zum unverzichtbaren Trainingsgerät geworden. „Das Ding steht unter der Woche auf dem Anhänger an Land und dann wird es am Wochenende ins Wasser gelassen“, beschreibt Chris die Routine. Das Handling funktioniert einwandfrei: „Das ist sehr mobil, sehr flexibel, leicht auf dem Trailer zu kriegen. Das funktioniert schon auch wirklich gut mit der Plattform. Sie ist sehr, sehr gut zu händeln“
„Es ist einfach wirklich ein wirklich gutes Produkt“, fasst Chris zusammen zur Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten. Die Plattform erfüllt alle Anforderungen perfekt.
Für die Show Ski All Stars ist die Ufloat-Startplattform mehr als nur Equipment – sie ist die Grundlage für ihren Sport, ihre Shows und ihre Vision. Sie ermöglicht spektakuläre Auftritte, sicheres Training und die Förderung des Nachwuchses.
„Wasserski öffnet sich durch den Teamcharakter einer breiteren Menge von Leuten“, erklärt Chris. „Es gibt mehr Leuten den Zugang zum Wasserskifahren, weil wir uns die Dinge einfach teilen und gemeinsam am Boot fahren.“
Die Vize-Weltmeister haben mit ihrer Ufloat-Plattform nicht nur eine technische Lösung gefunden – sie haben eine Basis geschaffen, von der aus sie ihren Sport in die Zukunft tragen können. Akrobatik auf dem Wasser, Teamgeist und die Begeisterung für Show Ski – all das startet jetzt von einer stabilen, flexiblen und perfekt durchdachten Plattform.
Das nächste Projekt: Eine Sprungschanze auf Pontons
Die Zusammenarbeit mit Ufloat geht weiter. Im November traf sich das Team mit Frank auf der Messe in Berlin, um über eine Sprungschanze auf Basis seiner Pontons zu sprechen.
Eine erste Konstruktionszeichnung lag bereits vor.
„Frank war bei dem Projekt sofort dabei und überzeugt, dass es dafür eine Lösung gibt“, erzählt Chris. Um die Konstruktion von Beginn an richtig aufzuziehen, holte sich das Team danach Rat bei anderen Show-Ski-Teams aus verschiedenen Ländern.
Warum eine Schanze so wichtig ist
Für den Sport ist die Rampe ein großer Schritt nach vorne. „Tricks wie Saltos können wir nur mit einer Sprungschanze fahren“, sagt Chris. „Das verleiht einer Show natürlich noch mal einen ganz anderen Charakter.“ Was für die Zuschauer nach Leichtigkeit aussieht, ist ohne die passende Ausrüstung schlicht nicht machbar. Erst die Schanze ermöglicht die spektakulären Figuren, die eine Show zu einem echten Erlebnis machen.
Mindestens genauso wichtig ist die Rampe für die Nachwuchsarbeit. Der Verein hat einige der wenigen professionellen Wasserski-Showfahrer Deutschlands in seinen Reihen, und dank der Rampe können sie ihr Können nun direkt an den Nachwuchs weitergeben. „Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern. Unser Ziel ist es, Show Ski in Deutschland bekannter zu machen und vor allem Jugendliche an den Sport heranzuführen und dafür zu begeistern“, betont Chris.
Aufbau
Genau berechnet, sauber umgesetzt
So groß die Rampe mit 7,5 × 2,5 Metern auch ist, der Aufbau war erstaunlich unkompliziert.
Das Ufloat-System fügte sich schnell zusammen, und auch die Bedenken, die es beim restlichen Aufbau gegeben hatte, waren dank der guten Planung schnell ausgeräumt.
Die eigentliche Kunst steckt in der Lage im Wasser. Eine Seite liegt bewusst tiefer, sodass die Rampe selbst bei Wellengang durchgehend unter der Oberfläche bleibt. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine der wichtigsten technischen Voraussetzungen für den sicheren Betrieb. Fährt ein Läufer mit hoher Geschwindigkeit auf die Rampe zu und ragt sie in diesem Moment aus dem Wasser, können sich die Skier an der Kante verhaken – mit der Gefahr schwerer Verletzungen. Damit das nicht passiert, wurde die Lage der Rampe im Vorfeld genau berechnet und auf die Bedingungen des Mains abgestimmt. Nur so lässt sich gewährleisten, dass die Schanze zuverlässig und sicher funktioniert, egal ob das Wasser ruhig liegt oder die Wellen höher schlagen.
Erster Einsatz
Mehr über die Show Ski All Stars
Website: www.showski.de
Kontakt für Buchungen: christian.bockweg@wasserskishow.com
Die Show Ski All Stars bieten spektakuläre Shows für Feste, Firmenvents und besondere Anlässe. Akrobatik, Action und Comedy.
Unterhaltung für die ganze Familie!